Die wunderbare Heilwirkung der Pilze

Heutzutage wissen nur wenige, dass nicht nur Pflanzen, sondern auch Pilzen gewaltige Heilkräfte innewohnen. Zahlreiche Versuche beweisen bereits, dass einzelne Wirkstoffe der Pilze die Tumorbildung hemmen, das Immunsystem stärken und z.B. antiviral wirken. Als Beleg dafür liegen uns zahlreiche ärztliche und mykologische Artikel vor. Zu diesem Thema sind bis jetzt vor allem in China, Japan und in den Vereinigten Staaten Fachbücher erschienen. In Fernost beschäftigen sich zahlreiche Monographien mit diesem Thema. Zurzeit sind in den USA mehrere Dutzend Bücher über die Heilwirkung der Pilze, ihre Geschichte und ihre Anwendungsmöglichkeiten erschienen. Die Mehrheit dieser Literaturen beruft sich auf die japanische und die chinesische Literatur.

In der westlichen Welt, wo die Kenntnisse über Heilpflanzen und ihre Anwendung in der Naturheilkunde, in der Fermentationsindustrie und in der Arzneimittelherstellung eine Renaissance erleben, ist die Kenntnis der Heilwirkung von Pilzen zu Unrecht in Vergessenheit geraten. Diese Erscheinung lässt sich unter anderem damit erklären, dass in Europa bis vor wenigen Jahrzehnten – mit Ausnahme der Champignons und der Austernpilze – die Möglichkeiten zur künstlichen Produktion von Pilzen unbekannt waren, so konnten sie nicht in industriellem Ausmaße verwendet werden. Darüber hinaus findet sich in der modernen, syntheseorientierten Pharmaindustrie kein Platz für Pilze. Nicht nur in den asiatischen Ländern, sondern auch in unserem Land und auch in Westeuropa finden wir zahlreiche Pilze mit heilender Wirkung, die der Otto-Normalverbraucher schon vergessen hat.

Die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten von über eine Heilwirkung verfügenden Pilzen waren auch schon früher fast nicht zu überblicken. Wir verwendeten sie bei chronischer Gelbsucht, bei Nierenentzündung, bei hohem Blutdruck, bei Gelenkentzündungen, bei Schlaflosigkeit, Bronchitis, Asthma und Magenbeschwerden, zur Behandlung von Erkrankungen der Leber und zur Stärkung des Immunsystems sowie zur Steigerung der allgemeinen Widerstandsfähigkeit. Heutzutage halten nicht nur die traditionellen chinesischen Naturheilpraktiker, sondern auch die Ärzte einzelne Pilzauszüge für das wirksamste Mittel zur Behandlung von Krebskranken und an verschiedenen Tumoren leidenden Kranken.

Die Fruchtkörper enthalten verschiedene Kohlenhydrate, Aminosäuren, wenig Eiweiß, Lipide, Alkaloide, Vitamine und Mineralien. Insbesondere zwei Stoffgruppen werden für besonders wirksam gehalten. Die eine gehört zu den Polysacchariden, deren die Tumorbildung hemmende und das Immunsystem stärkende Wirkung als erwiesen gilt. Die andere Gruppe besteht aus den Triterpenen. Zu diesen gehören auch im Falle der Ganodermaarten die ausgesprochen aktiven Ganoderma-, Ganolucid und Lucidemasäuren z. B. Gemäß den zur Verfügung stehenden Daten hemmen sie die Leber-Hypertrophie, senken den Blutdruck und verringern die Cholesterinsynthese sowie die Freisetzung von Histamin.

Unter den über eine Heilwirkung verfügenden Pilzen hört man vielleicht am meisten über den Ganodermalucidum, über den Glänzenden Lackporling oder über den Shiitake (Lentinulaedodes), dabei existiert ein viel breiteres Spektrum. Es ist wichtig, den Schopf-Tintling (Coprinuscomatus) zu erwähnen, der bei Magenbeschwerden, für die Anregung der Verdauung und zur Heilung von Hämorrhoiden verwendet wird, aber auch den Blutzuckerspiegel bedeutend senkt. Bei verschiedenen Tumorerkrankungen haben die Forscher eine bedeutende die Tumorbildung hemmende Wirkung festgestellt.

Unter anderem ist auch der Gemeine Hallimasch (Armillariamellea) bekannt, der über eine bedeutende antimikrobielle Wirkung verfügt, aber auch zur Behandlung von Problemen des Verdauungstraktes oder des Herz- und Blutgefäßsystems geeignet ist.

Der Klapperschwamm (Grifolafrondosa) ist einer der Pilze mit der am meisten universalen Heilwirkung, er eignet sich hervorragend zur Senkung des Blutdrucks und seine Wirkung gegen AIDS bzw. seine den Krebs bekämpfende Wirkung ist ebenfalls bekannt. Nach den Forschungen trägt sein Verzehr nicht nur zum Schutz der Leber bei, sondern wirkt sich auch positiv auf die Regulierung des Blutzuckerspiegels aus.

Und vergessen wir natürlich nicht den weithin bekannten Champignon, der darüber hinaus, dass er eine der wichtigsten natürlichen Quellen für Vitamine und Mineralien sein sollte, eine bedeutende Heilwirkung hat. In zahlreichen Versuchen wurde auch seine den Krebs bekämpfende Wirkung bewiesen. Sein regelmäßiger Verzehr kann auch dadurch bei der Krebsprophylaxe helfen, dass er einen übermäßigen Anstieg des Östrogenspiegels im Organismus verhindert. Dank seines Selengehalts verringert er auch das Risiko des Auftretens von verschiedenen Arten von Darmkrebs, aber auch bei der Prostatakrebsprophylaxe spielt er eine wichtige Rolle. Sein regelmäßiger Verzehr als hervorragend geeigneter Grundbestandteil einer cholesterinarmen Ernährung kann auch dazu geeignet sein, Erkrankungen des Herz- und Blutgefäßsystems vorzubeugen. Im weißen Champignon wurde auch eine bedeutende Menge eines Stoffs namens Lovastatin gefunden, das aktiv die Funktion des die Cholesterinsynthese durchführenden Enzyms hemmt.

Die Mehrheit der Pilze stellt auch eine ausgezeichnete Quelle für Riboflavin, Kalium, Kupfer, Thiamin, Niacin und Folsäure dar. Aufgrund dessen kann man sagen, dass die Pilze und aufgrund seiner Beliebtheit besonders der Champignon zu Recht zu den Superlebensmitteln gezählt werden.

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