Über den Austernpilze

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Die Produktion von Austernpilze in Großbetrieben begann in den 1950er Jahren in Deutschland, während unsere Heimat durch bedeutende Forschungen und technologische Entwicklungen dazu beigetragen hat, dass der Seitling die Welt erobert hat. In den 1960er Jahren haben László Tóth und Imre Heltai die Methode, Pilze künstlich auf Stroh-Nährboden auf für Großbetriebe geeignete Weise zu produzieren, entwickelt, und bis heute wir die von Pál Gyurkó veredelte Pilzart mit dem Namen HK35 auf der Welt am meisten verbreitet angebaut. Die Weltproduktion von Austernpilze beträgt ca. 8-900.000 Tonnen/Jahr. Die bedeutendsten Produzenten sind China, Südkorea, Japan und in Europa Italien, Spanien, Belgien, Ungarn und Polen. Heutzutage wird diese Pilzart mit ihrer vorteilhaften physiologischen Wirkung dank ihres starken, intensiven Geschmacks und ihrer leichten, bequemen Produktion wieder immer populärer bei den Konsumenten. Auf größeren Märkten, bei Hausproduzenten lässt er sich größtenteils das ganze Jahr über beschaffen, er ist relativ günstig und lässt sich abwechslungsreich zubereiten.

Sein Nährstoffgehalt ähnelt dem des Champignons, er lässt sich jedoch leichter verdauen, weil die Zellwände weniger Chitin enthalten. Am wertvollsten ist sein Eiweißgehalt, der zwar nur aus 2,5 % Trockensubstanz besteht, von der jedoch 93-94 % verdaulich sind. Seine Zusammensetzung ähnelt der des Fleischeiweißes, er enthält mehr unentbehrliche (essentielle) Aminosäuren als der Champignon. Der Fett- und Kohlenhydratgehalt ist gering, deswegen ist er im Vergleich zu den übrigen essbaren Pilzen kalorienarm. Sein Mineralgehalt ist nicht hoch, aber der Kalium-. Magnesium- und Phosphorgehalt ist beachtlich, während unter den Spurenelementen sein Zink-, Aluminium-, Bor- und Kupfergehalt günstig ist. Er enthält nur wenig Natrium, so ist auch sein Kalium- und Natriumanteil sehr gut. Er enthält auch das seit neuem für wichtig gehaltene Selen. Bezüglich des Vitamingehalts des Seitlings hat die Vitamin-B-Gruppe die größte Bedeutung. Während 100 g Gemüse im Allgemeinen 15 % des Bedarfs eines Erwachsenen abdecken, so enthalten 100 g Seitling 20 %, bei B2 (Riboflavin) 35-40 %, bei B3 (Niazin) fast den gesamten Tagesbedarf; ihr Folsäuregehalt, der die die Vitamin-B12-Aufnahme fördert, gewährleistet einen ganzen Tagesbedarf.

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Seine Heilwirkung wurde in zahlreichen Tierversuchen nachgewiesen. In der heutigen chinesischen Heilkunst wird das Austernpilzpulver zur Stärkung des Gefäßsystems und zur Behandlung von steifen Gliedern und Krämpfen verwendet. Er senkt den Cholesterinspiegel des Bluts und sein wässriger Auszug erwies sich an Mäusen bei einzelnen Geschwulstarten als wirkungsvoll. Über lange Zeit verabreicht aktiviert der Pilz das Immunsystem. Gegen bestimmte Grippeviren ist er ebenfalls wirkungsvoll, der wässrige Auszug einiger Seitling-Arten verfügt auch über eine antibiotische Wirkung. Seine spezifischen Duftstoffe hemmen auch bestimmte Bakterien. Heutzutage wurde mittlerweile ein großer Teil der Stoffe des Austernpilzes identifiziert und einige von ihnen werden auch als Heilmittel hergestellt.

Quelle: www.elestar.hu

 

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