Warum sollten wir Pilze essen?

Pilze sind schmackhaft, nahrhaft und entsprechen vollkommen den Erwartungen an die Ernährung unserer Zeit. Im Vergleich zu Westeuropa verzehren wir trotzdem kaum welche. Der Pilzverbrauch erreicht in Deutschland durchschnittlich 3 bis 4 kg/Person jährlich, bei uns nur 2 kg/Person. Es würde sich lohnen, diesen Wert auf 5 kg hochzukurbeln, was sowohl den Erzeugern als auch den Verbrauchern zugutekommen würde.

Der Champignon ist die am häufigsten gezüchtete Pilzart in Ungarn. Außerdem werden in bedeutender Menge Seitlinge (Pleurotus ostreatus) und in zu vernachlässigender Menge Shiitake (Lentinula edodes) angebaut. Die vielseitige heilende Wirkung des letzteren wurde schon nachgewiesen, u.a. stimuliert er das Immunsystem und senkt den Cholesterinspiegel. Der Geschmack der aufgezählten Pilze ist ausgezeichnet.

Der Eiweißgehalt des Champignons ist im Vergleich zu Fleisch sehr gering, aber ein Kilogramm frische Pilze enthält fast so viel Eiweiß wie ein Liter Milch. Und während der Eiweißbestand der pflanzlichen Gerichte nicht vollwertig ist (einige, die Eiweiße aufbauende Aminosäuren fehlen), verfügen die Pilze über einen vollwertigen Eiweißbestand. Deswegen ist es sehr wichtig, dass die Pilze in unserer Ernährung den ihnen gebührenden Platz einnehmen.

Eine sehr günstige Eigenschaft der Pilze ist, dass ihr Fettgehalt sehr niedrig ist, weshalb sie auch für eine energiearme Ernährung ideal sind.  Der Champignon hat einen hohen Ballaststoffgehalt, der größtenteils aus dem sogenannten Chitin besteht, was die Verdauung zwar verlangsamt, dafür jedoch den Cholesterinspiegel senkt. Die Ballaststoffe helfen im Allgemeinen der Verdauung und wirken günstig auf den menschlichen Körper.

Vom Champignon kann man sagen, dass sein Makroelementgehalt mittelmäßig ist, jedoch enthält er Kalium in bedeutender Menge  (46-49000 mg/kg). Sein Phosphorgehalt ist ebenfalls erwähnenswert, ein Kilogramm frischer Champignons enthält ca. 10300 Milligramm! Da er diese beiden Elemente in großer, dafür Natrium nur in geringer Menge enthält, wird sein Verzehr jeder Altersklasse empfohlen.  Die Mikroelemente (Eisen, Zink, Mangan, Bor) kommen im gezüchteten Champignon in geringer Menge vor, da sie in dem als Nährsubstrat verwendeten Kompost in geringer Menge vorhanden sind. Jedoch deckt der Verzehr von 100 Gramm Champignons die Hälfte des Tagesbedarfs eines Erwachsenen an Selen. Der Mikroelementegehalt der in der Natur gesammelten Champignons ist höher als der der gezüchteten.

Autor: András Geösel

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